Fragen zu Modbus/TCP (Fenecon)

Hallo zusammen,

ich lese an einem Fenecon Home 30 Daten über Modbus/TCP aus. Hierzu habe ich ein paar Fragen, die mir die Dokumentation nicht beantworten konnte:

  1. Register 101 soll laut der runterladbaren Modbus-Register-Tabelle die Unix-Zeit zurückgeben, leider bekomme ich hier immer 0. Mache ich etwas falsch, oder ist das nicht implementiert / komme ich irgendwie anders an die Daten? Der Zeitstempel wäre u.a. für den Uhrenvergleich nützlich.
  2. Ich vermisse einige Werte, vor allem die AC-Phasenspannungen (L1, L2, L3), aber auch die Spannungen und Ströme an den Strings - bei unserem Sungrow-Wechselrichter wird das alles exponiert. Wie komme ich an diese Daten? Gibt es noch eine andere Komponente als _sum, die ich irgendwie aktivieren kann, z.B. die verschiedenen Sensoren selbst?
  3. Um Zeit zu sparen, möchte ich die Abfragen in Blöcken machen. Ich stelle fest, dass nur Blöcke bestimmter Längen möglich sind (Zweierpotenzen, aber auch 5 …), aber nicht in allen Bereichen. Ich habe nun Blöcke, die für mich funktionieren (z.B. 64 Wörter ab Register 299 und 64 Wörter ab Register 363), kann aber kein klares Muster erkennen, welche Abfragen (nicht) erlaubt sind. (Unser Sungrow-Wechselrichter ist da toleranter und erlaubt einfach beliebige Registerabfragen bis 125 Wörter Länge.)
  4. Ist irgendwo dokumentiert, wie oft der Wechselrichter die Register aktualisiert, die ich über Modbus abfragen kann? Empirisch beobachte ich “1 mal pro Sekunde”.
  5. Sind die abgefragten Leistungsdaten (W) a) ein Mittelwert über ein fixes Interval oder b) ein Mittelwert seit dem letzten Schreibvorgang oder c) einfach um den letzten vom Sensor abgetasteten Momentanwert?

Hintergrund für die letzten beiden Fragen:

  • Wenn die Änderungsrate bekannt ist und die Leistungsdaten ein definierter Mittelwert wären, könnte ich aus diesen die Energie integrieren und müsste nicht notwendigerweise die Energiewerte auch abfragen und in meiner Datenbank mitabspeichern. (Auch sind die kumulierten Energiewerte nicht phasengenau verfügbar, die Leistungen jedoch schon.)
  • Wenn es sich jedoch einfach um die letzten vom Sensor abgetasteten Werte handelt, kann die Integration nicht korrekt sein.

Zum Hintergrund - wofür frage ich:

  • Schritt 1: Daten von allen Geräten lokal sammeln und analysieren, um die Anlage besser verstehen, ggf. optimieren zu können etc.
  • Schritt 2: Steuerung des Speicherbeladungsverhaltens, u.a. um bei hoher PV-Produktion und drohender Netzüberspannung den Speicher gezielt zu laden, um die Netzspannung zu entlasten und Abschaltungen zu vermeiden. (Dazu würde ich ggf. ein separates Topic aufmachen.)

Vielen Dank für eure Hilfe!

Nico