Rundsteuerempfänger von OpenEMS auswerten

Hallo Forum,

Bei unserer 110kWp-Anlage ist gezwungenermaßen ein Rundsteuerempfänger verbaut. Der Solarteur hatte das über den SMA-Datamanager gelöst, welcher über die entsprechenden digitalen Inputs verfügt. Dieser schickt dann den Steuerbefehl zur Wirkleistungsbegrenzung per Modbus an den Wechselrichter.

In Zeiten von negativen Tarifen und Lastgang-bezogenen Energie-Einkäufen kommt man immer wieder in die Situation, dass man besser die PV drosselt als für den Verkauf ggf. noch Geld zahlen zu müssen.

Das Problem ist Folgendes:
Der Wechselrichter wird vom OpenEMS gedrosselt.
Wenn kein Befehl vom Rundsteuerempfänger kommt, gibt der SMA Data-Manager dem Wechselrichter zyklisch eine 100%-Vorgabe.
Somit arbeiten beide Systeme gegeneinander.

Meine Idee ist, den Status des Rundsteuerempfängers per SPS und Modbus in´s OpenEMS zu integrieren. Wenn der Netzbetreiber also den Funk-Befehl zur Abschaltung gibt, regelt das OpenEMS die PV über einen (noch zu programmierenden) Controller ab.
In §9, EEG ist nur von einer “technischen Einrichtung” die Rede, die das Ganze abbilden kann.

Wie ist eure (nicht-rechtssichere) Meinung?

Gruß,
klinki

Hey Klinki :slight_smile:

Sorry übrigens bezüglich deiner PN - ich möchte mir da Zeit nehmen und die hab ich aktuell nicht so ganz - nimms mir nicht böse bitte !

Ich würde es folgendermaßen lösen:

  • Raspberry Pi nehmen (der kann ja OpenEMS)
  • Digitale Eingänge vom Raspberry im OpenEMS auslesen
  • zyklisch die Staten (mehrzahl für Status, glaube ich) der GPIO Pins auslesen
  • ganz einfach dann OpenEMS den WR steuern lassen und nicht mehr den FRSE mit einem Controller, der dann (konfigurierbar im UI Controller) über die GPIOs auswertet, welcher DIO welchen Prozentsatz an Leistung vorgibt ? :slight_smile:

Grüüüüße !

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Moin @Sn0w3y ,

Ja, so ungefähr stelle ich mir das dann auch vor. Ich würde halt eine Siemens LOGO! nehmen. Einen entsprechenden Controller für LOGO als Netzwerkrelais hatte ich ja auch schon mal geschrieben. Nun geht´s dann halt an die Eingänge…
Hätte auch den Charme als das die Logo als Master oder Slave laufen kann.

Die Frage ist halt: in welchem rechtlichen Rahmen bewege ich mich da? Bis 270kW brauche ich m.W. ja auch kein Anlagen-Zertifikat, sollte also nicht so problematisch sein. In den TAB des Netzbetreibers ist ebenfalls nichts näher spezifiziert.

Ich werde weiter forschen und berichten. Bin natürlich weiterhin gespannt auf euren Input!

gruß,
Klinki

@Sn0w3y: Unsinn! Bin überhaupt nicht böse. Verfügbare Zeit wird zu einem immer seltener werdenden Gut :roll_eyes:

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Ich bin ein kleines bischen schlauer geworden. Ein Freund arbeitet bei einem größeren Stadtwerk und hat u.A. das Thema Zählerfernauslesung unter sich.

Das Thema Langwellen-Rundsteuerempfänger wird bei denen übrigens komplett durch LoRaWAN ersetzt - damit bekommen die Geräte auch einen Rückkanal.
Aber dies nur am Rande.

Solange man nicht gegen die TABs des Netzbetreibers verstößt, kann man praktisch machen was man will. Man muss nur “sicherstellen, dass…”. Man sollte das Ganze testen und in einem Konzept dokumentieren.
Über Allem schwebt aber immer noch die Frage: Wer haftet, wenn´s nicht klappt. Der Solarteur hat seine Berufshaftpflicht - aber was hat man als Betrieb?

Die Frage ob man das mit OpenEMS hinbekommt, ist eher rhetorisch :wink:

Die Sache sollte dem “Secrurity by Design”-Konzept folgen. Also runterregeln falls der Rundsteuerempfänger, oder der PV-Wechselrichter nicht erreichbar sein sollte. Bei SMA gibt es m.W. eine Fallback-Wirkleistungsvorgabe welche man auf 0 setzen kann. Somit fährt das Gerät runter, wenn openEMS nicht senden kann.

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